erneute Entscheidung in letzter Minute

Herren

Seegeritz: Kolbig - Patzsch, M.Haufe, R.Haufe, Kaufmann - Franz, C.Fickert, Klose, Pönert - Dietrich (L.Lehmann), Hoffmann

Lok Nordost: Jaenke, Altmann, Hannak, Katlein, Große, Feierabend, Rischer, Pögelt, Frischmann, Streul, Winterstein, Schmidt

Tore:

1:0 Hoffmann (52.)
1:1 Pögelt (88.)
1:2 Franz (Eigentor) (90. + 2.)

offizielle Zuschauerzahl: 33

Schiedsrichter: Michael Brelle

Erstes Heimspiel 2008 für den TSV Seegeritz. Die Rahmenbedingungen waren allerdings nur suboptimal. Zum einen war der Platz vom Vorspiel aufgeweicht und schlammig, zum anderen fehlten neben den üblichen Verletzten Bachmann, Glink und Melzer. Deswegen half erneut Thomas Patzsch als Libero aus, Marco Klose rückte dafür ins Mittelfeld.
In der ersten Hälfte dominierten ganz klar die Hausherren. Sie zeigten all das, was man in letzter Zeit oftmals vermisst hatte: Laufbereitschaft, Einsatz und Angriffslust. Die Gäste zeigten im Defensivverbund erstaunlich große Lücken, wodurch der TSV zu zahlreichen Einschussmöglichkeiten kam. Vor allem Torsten Hoffmann merkte man seine Inspektion beim FC Bayern München an, er überforderte seinen Gegenspieler total und überrannte ihn mehrfach. Allerdings hatte er sich das Spiel des Deutschen Rekordmeisters zu sehr verinnerlicht, denn die Chancenauswertung war bei ihm wie auch bei den anderen Seegeritzern einfach nur mangelhaft. Gemessen an den Einschussmöglichkeiten hätte es zur Halbzeit 3:0 für den TSV stehen müssen, Lok konnte die sichere Seegeritzer Defensive bis dato nur selten in Verlegenheit bringen. Stattdessen ging es also mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild vorerst nicht. Seegeritz rannte weiter munter an und brach nach 52 Minuten den Bann. Pönert zirkelt einen Freistoß vom rechten Flügel vor den kurzen Pfosten, wo Torsten Hoffmann ohne Probleme zum 1:0 eingrätschen kann. Wenig später hatte Danny Franz die Riesenmöglichkeit zu erhöhen, ihm fehlte aber nach einem Riesenschnitzer der gegnerischen Abwehr die Abgeklärtheit eines Torjägers, um allein vorm Tor auf 2:0 zu erhöhen. Und das freudige Chancenauslassen von Hundertprozentigen ging weiter. Auch der eingewechselte Lars Lehmann tauchte später zweimal allein vorm Tor auf – auch hier ohne Erfolg. So macht man den Gegner stark. Die Gäste investierten nun im Laufe der Zeit mehr in ihr Offensivspiel, erlangten mehr Spielanteile und es entstand ein ständiges Hin- und Her – beide Teams spielten mit offenem Visier. Aber auch die Schüsse der Leipziger verfehlten allesamt das Tor. Einzig bei einem Freistoß musste Torhüter Jürg Kolbig eine Glanzparade aus seinem Repertoire aufbieten. Und so schien es, dass der Drittplazierte von der Parthe das knappe 1:0 über die Zeit retten konnte.
Bis zur 88. Minute. Bei einem Angriff der Gäste wird ein Schuss von der Strafraumgrenze geblockt. Der Ball prallt zurück in die Mitte, wo Lars Pögelt aus der zweiten Reihe aus vollem Anlauf abzieht und unhaltbar den Ball zum 1:1 in die Maschen hämmert. Seegeritz probierte nun das Ergebnis zu korrigieren, aber einzig Chris Fickert kam noch mal in Schussposition. Aus 20 Metern schoss er den Ball übers gegnerische Tor. Wir schreiben die 92. Minute und damit die letzte Aktion des Spieles. Lok Nordost kann noch mal über links einen Angriff vortragen, der Gäste-Angreifer dringt in den Strafraum ein, schiebt den Ball vorbei am heraus geeilten TSV-Keeper Kolbig und trifft den linken Pfosten. Der Ball springt zurück in den Fünfmeterraum, wo Danny Franz klären will und stattdessen aus zwei Metern ein Eigentor fabriziert. Innerhalb der letzten 5 Minuten wurde es also tatsächlich geschafft 3 Punkte zu verspielen.
Fazit: Eine der ärgerlichsten Niederlagen aller Zeiten, zumal auch Tabellennachbar Thekla patzte und man so den Rückstand hätte verkürzen können. Nachdem Seegeritz in dieser Saison bereits dreimal in letzter Minute einen Sieg einfahren konnte, spürte man nun am eigenen Leib die Kehrseite der Medaille. Den Gegner über weite Strecken dominiert, ein Übergewicht an Großchancen und am Ende steht man mit leeren Händen da. Nach den ersten beiden Spielen der Rückrunde bleibt die Frage: Was ist besser? Schlecht spielen und am Ende gewinnen? Oder schön spielen und die Punkte dem Gegner abgeben?

Einzelbewertungen


Kolbig (2,0) : machte heute eine gute Partie, rettete das Team einige Male mit seinen Paraden vor dem Ausgleich bzw. Rückstand, guter Rückhalt

Kaufmann (2,0) : wie immer sehr routiniert, gibt der Mannschaft die nötige Sicherheit in der Defensive, agierte mit viel Erfahrung und Übersicht

Patzsch (2,5): war für das Spiel eine Bereicherung, verstärkte die Herren durch seine Übersicht und die Zuordnung in der Abwehr

Haufe R. (3,0) : versuchte stets konsequent an seinem Gegner zu stehen, doch der schwer bespielbare Platz ließ dies oft nicht immer zu, sonst zu schnell zu Emotionen hingerissen

Haufe M. (3,0) : die linke Seite der Haufe-Zange spielte seinen Fähigkeiten angemessen, hob sich sonst jedoch nicht besonders hervor

Franz (2,5) : der Unglücksraabe des Tages, hatte selbst eine hochkarätige Chance und verschuldete mit seinem Eigentor die Niederlage, jedoch im übrigen Spiel sehr engagiert und kampfbereit

Pönert (2,5) : rieb sich viel für das Team auf, versucht stets das kenternde Schiff wieder zurück auf Kurs zu bringen, jedoch auch oft am Meckern und Motzen, dies schadet seinem Spiel ein wenig

Fickert C. (3,0) : ist für jedes Spiel dankbar, welches er bestreiten darf, gibt daher auch immer alles und hilft der Mannschaft damit oft weiter, konnte aber aufgrund der Platzverhältnisse seine Stärken nicht wie gewohnt ausspielen

Klose (2,0) : spielte die beste erste Halbzeit dieser Saison, in Hälfte zwei aber konditionell schwach, insgesamt reichte es jedoch trotzdem für eine gute Bewertungen

Dietrich (3,0) : heute von Beginn der Partie im Sturm gesetzt, da Bachmann im Urlaub weilte, ging zwar einsatzbereit zu Werke, aber aufgrund seiner körperlichen Defizite oft unglücklich im Umgang mit dem Ball

Hoffmann (2,5) : hatte Chancen für 10 Spiele, nutzte aber nur eine, das Erspielen der Einschussmöglichkeiten muss jedoch honoriert werden, setzte sich sehr gut in Szene und überzeugte dadurch auch die Zuschauer

Lehmann L. (*): wurde für Dietrich eingewechselt, zeigte einige Male seine Joker Qualitäten und hatte sogar eine riesige Möglichkeit für einen Treffer, konnte seinen Einsatz jedoch nicht in Zählbares umwandeln

* keine Bewertung

Veränderung zur letzten Bewertung


Die Bewertungen spiegeln nicht die Meinung der Allgemeinheit wider, sie sind lediglich subjektiv vom Verfasser vorgenommen und auch so anzusehen. Eine neutrale & objektive Betrachtung ist nicht gewährleistet.

Verfasser Nicky Pikara - Öffentlichkeitsarbeit TSV Seegeritz)


Alte Herren

Seegeritz: Ferch, Opitz, T.Körner, Glöckner, Schneider, T.Lehmann, Hipper, Perschneck, Hancke, Herzog, Giebl, Heinicke, H.Körner

Turbine Lpz.: Schmidt, Schlottig, Habermann, Hagemann, Albrecht, Knotzsch, Geißler, Wowk, Schütze, Bouadou, Zemri, Eisenschmidt, Fritzsch, Seifert, Oukara

Tore:

0:1 Knotzsch (14.)
1:1 Giebl (42.)
2:1 T.Körner (43.)
3:1 Perschneck (68.)
3:2 Habermann (83.)

Die Alten Herren gewannen wie schon im Hinspiel gegen Turbine mit 3:2. Doch dies ist nicht die einzige Analogie im Vergleich zum Spiel vor einem halben Jahr. Auch diesmal hatte man a) von Anfang an mehrere Großchancen, b) gingen die Leipziger trotzdem Mitte der ersten Hälfte in Führung, c) glich Andre Giebl aus (heute staubte er vorm Tor ab nach Freistoß von Perschneck), d) konnte Seegeritz u.a. durch Andre Perschneck auf 3:1 erhöhen und e) kam Turbine in der Schlussphase auf 2:3 heran, so dass noch mal ein wenig gezittert werden musste. Insgesamt ein verdienter Sieg für Seegeritz auf schmierigem Geläuf. Erwähnenswert ist noch, dass Thomas Körner seinen ersten Treffer überhaupt für den TSV erzielte. Nun gilt es für die Senioren sich nacheinander gegen die Top 3 zu beweisen (RSL, Wahren, Brehmer II). Vielleicht kann man dabei den ein oder anderen im Aufstiegsrennen ärgern.

16 Feb 2008 18:18 von Webmaster
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